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Magazin Arbeiten im Stehen: sinnvoll oder nicht?

Viele Menschen verbringen einen großen Teil ihres Arbeitstages im Sitzen. Besonders bei der Bildschirmarbeit bleibt Bewegung dabei schnell auf der Strecke. Langes, bewegungsarmes Arbeiten kann mit Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems in Verbindung stehen.  Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A6 „Bildschirmarbeit“, Ausgabe Juli 2024.

Eine Möglichkeit, mehr Bewegung in den Büroalltag zu bringen, ist das Arbeiten im Stehen . Vor allem ein höhenverstellbarer Schreibtisch erleichtert den regelmäßigen Wechsel zwischen Sitzen und Stehen.

Wichtig ist allerdings: Dauerhaftes Stehen ist nicht automatisch gesünder als dauerhaftes Sitzen. Entscheidend ist die Abwechslung. Die BAuA empfiehlt deshalb eine sogenannte Steh-Sitzdynamik , bei der sitzende Tätigkeiten regelmäßig durch Stehen und Bewegung unterbrochen werden. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Arbeiten im Stehen

Welche Probleme kann langes Sitzen verursachen?

Sitzen gehört für viele Büroangestellte ganz selbstverständlich zum Arbeitsalltag. Problematisch kann es vor allem dann werden, wenn über längere Zeit nahezu unverändert in derselben Position gearbeitet wird. Bei der Gestaltung von Bildschirmarbeit sollen körperliche Belastungen und Gefährdungen berücksichtigt und durch geeignete Maßnahmen möglichst reduziert werden. Quelle: BAuA, Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A6 „Bildschirmarbeit“, Ausgabe Juli 2024.

Bei einer dauerhaft statischen beziehungsweise ungünstigen Körperhaltung können insbesondere Beschwerden im Rücken, Nacken und Schulterbereich auftreten. Eine ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes und ausreichende Möglichkeiten zum Wechsel der Körperhaltung gehören deshalb zu den wichtigen Maßnahmen bei der Gestaltung von Büro- und Bildschirmarbeitsplätzen. Quelle: DGUV Information 215-410 „Bildschirm- und Büroarbeitsplätze - Leitfaden für die Gestaltung“, Ausgabe Juli 2019, sowie BAuA, ASR A6 „Bildschirmarbeit“, Ausgabe Juli 2024.

Gleichzeitig bedeutet langes Sitzen häufig auch wenig körperliche Aktivität. Die Weltgesundheitsorganisation weist darauf hin, dass sedentäres Verhalten mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein kann und empfiehlt Erwachsenen, sedentäre Zeiten zu begrenzen und regelmäßig körperlich aktiv zu sein. Quelle: World Health Organization (WHO), „WHO Guidelines on Physical Activity and Sedentary Behaviour“, 2020.

Wichtig: Nicht das Sitzen an sich sollte pauschal als gesundheitsschädlich bezeichnet werden. Entscheidend sind unter anderem Dauer, Körperhaltung, Arbeitsplatzgestaltung und die Möglichkeit, die Tätigkeit regelmäßig zu unterbrechen beziehungsweise die Körperhaltung zu wechseln. Quelle: BAuA, Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A6 „Bildschirmarbeit“, Ausgabe Juli 2024.

Höhenverstellbarer Schreibtisch für Arbeiten im Sitzen und Stehen

Arbeiten im Stehen: Das sind die Vorteile

Der wesentliche ergonomische Vorteil des Stehens liegt im Wechsel der Körperhaltung . Wer den Schreibtisch zwischendurch hochfährt, unterbricht die bisherige Sitzposition und verändert die körperliche Beanspruchung. Genau solche Wechsel zwischen Sitzen und Stehen beschreibt die BAuA als Steh-Sitzdynamik. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Für die Arbeitsplatzergonomie ist dabei nicht entscheidend, möglichst lange zu stehen. Vielmehr sollen statische Arbeitshaltungen regelmäßig unterbrochen werden. Bei der Steh-Sitzdynamik empfiehlt die BAuA, Sitz- und Stehphasen miteinander zu kombinieren und auch im Stehen eine dauerhaft starre Körperhaltung zu vermeiden. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Besonders sinnvoll ist es, Stehphasen mit kleinen Bewegungen zu kombinieren. Gewichtsverlagerungen, einige Schritte während eines Telefonats oder ein kurzer Gang durch das Büro erhöhen die körperliche Aktivität. Die WHO empfiehlt allgemein, sedentäre Zeiten zu begrenzen und durch körperliche Aktivität zu ersetzen. Quelle: World Health Organization (WHO), „WHO Guidelines on Physical Activity and Sedentary Behaviour“, 2020.

Warum sich der Wechsel der Arbeitshaltung lohnt

Für einen bewegungsorientierten Büroarbeitsplatz empfiehlt die BAuA, längere Sitzphasen durch Tätigkeiten im Stehen zu unterbrechen. Statt über Stunden ausschließlich in derselben Position zu arbeiten, können Sitzen, Stehen und Bewegung miteinander kombiniert werden. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Durch den Wechsel verändert sich die körperliche Beanspruchung. Dabei geht es weniger darum, einer einzelnen Haltung eine pauschale gesundheitliche Wirkung zuzuschreiben, sondern statische Belastungen zu unterbrechen und mehr Bewegung in den Tagesablauf zu integrieren . Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Auch bei Gesprächen oder kurzen Abstimmungen kann das Stehen praktisch sein. Telefonate, Videokonferenzen oder kurze Besprechungen müssen nicht zwangsläufig im Sitzen stattfinden. Dadurch entstehen im Laufe des Tages zusätzliche Positionswechsel.

Programmierbare Steuerkonsole eines höhenverstellbaren Schreibtisches

Einfacher wechseln mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch

Besonders komfortabel lässt sich die Sitz-Stehdynamik mit einem elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisch umsetzen. Die Arbeitsfläche kann innerhalb kurzer Zeit von der Sitz- auf die passende Stehhöhe gebracht werden.

Modelle mit einer Memoryfunktion machen den Wechsel besonders unkompliziert: Einmal gespeicherte Sitz- und Stehhöhen lassen sich per Tastendruck wieder aufrufen.

Einen besonders geeigneten Arbeitsplatz für die Steh-Sitzdynamik sieht die BAuA in einem leicht elektromotorisch höhenverstellbaren Arbeitstisch, an dem sowohl im Sitzen als auch im Stehen gearbeitet werden kann. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Vorteile des Arbeitens im Stehen auf einen Blick

Richtig eingesetzt kann die Stehposition einen abwechslungsreicheren und bewegungsorientierten Büroalltag unterstützen. Im Mittelpunkt steht dabei der regelmäßige Haltungswechsel. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

1. Andere Körperhaltung
Die sitzende Arbeitsposition wird unterbrochen und durch eine andere Haltung ersetzt.

2. Weniger statisches Arbeiten
Regelmäßige Wechsel unterbrechen längere Phasen in derselben Arbeitsposition. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

3. Mehr Möglichkeiten für Bewegung
Aus der stehenden Position lassen sich kurze Wege oder Positionswechsel leicht in den Arbeitsablauf integrieren.

4. Regelmäßige Haltungswechsel
Die BAuA beschreibt zwei bis vier Haltungswechsel pro Stunde als positiv. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

5. Aktiver Arbeitsalltag
Telefonate und kurze Besprechungen können beispielsweise im Stehen oder Gehen stattfinden.

6. Mehr Abwechslung
Unterschiedliche Körperhaltungen bringen mehr Dynamik in einen ansonsten häufig sitzenden Arbeitsalltag.

Höhenverstellbare Schreibtische im Büro

Welche Hilfsmittel erleichtern das Arbeiten im Stehen?

Am einfachsten gelingt der Positionswechsel mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch. Er ermöglicht es, dieselbe Arbeitsfläche sowohl im Sitzen als auch im Stehen zu nutzen. Die BAuA bezeichnet einen leicht elektromotorisch höhenverstellbaren Arbeitstisch als besonders geeignete Lösung zur Umsetzung der Steh-Sitzdynamik. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Eine Alternative können Stehpulte oder Schreibtischaufsätze sein. Die BAuA führt verschiedene Steh-Sitzkonzepte auf, darunter Sitzarbeitstische mit integriertem Stehpult, freistehende Stehpulte sowie höhenverstellbare Arbeitstische. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Zusätzlich sollten Arbeitsplatz und Arbeitsmittel individuell angepasst werden. Die ergonomische Gestaltung von Arbeitstisch, Bürostuhl, Bildschirm und Eingabemitteln gehört zu den zentralen Bestandteilen eines geeigneten Bildschirmarbeitsplatzes. Quelle: BAuA, Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A6 „Bildschirmarbeit“, Ausgabe Juli 2024; DGUV Information 215-410 „Bildschirm- und Büroarbeitsplätze - Leitfaden für die Gestaltung“, Ausgabe Juli 2019.

Häufige Fehler beim Arbeiten im Stehen

Wer bisher fast ausschließlich im Sitzen gearbeitet hat, sollte das Ziel nicht darin sehen, plötzlich den gesamten Arbeitstag im Stehen zu verbringen. Auch beim Stehen sollte eine dauerhaft statische Position vermieden werden. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Sinnvoller ist es, Stehphasen in den Alltag einzubauen und immer wieder mit Sitzen und Bewegung abzuwechseln. Als Orientierung nennt die BAuA zwei bis vier Haltungswechsel pro Stunde. Stehphasen sollten dabei nicht länger als etwa 20 bis 30 Minuten dauern. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Zu lange statisch stehen

Auch eine dauerhaft unveränderte Stehhaltung entspricht nicht dem Prinzip der Steh-Sitzdynamik. Die BAuA empfiehlt ausdrücklich, statisches Stehen zu vermeiden. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Schreibtisch zu hoch

Ist die Arbeitsfläche ungünstig eingestellt, kann eine neutrale und ergonomische Arbeitshaltung erschwert werden. Arbeitsmittel sollten deshalb an die individuellen Körpermaße angepasst werden. Quelle: BAuA, Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A6 „Bildschirmarbeit“, Ausgabe Juli 2024.

Schreibtisch zu niedrig

Auch eine zu niedrige Einstellung kann eine ungünstige Körperhaltung begünstigen. Entscheidend ist eine individuell passende ergonomische Einstellung des Arbeitsplatzes. Quelle: BAuA, Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A6 „Bildschirmarbeit“, Ausgabe Juli 2024; DGUV Information 215-410 „Bildschirm- und Büroarbeitsplätze - Leitfaden für die Gestaltung“, Ausgabe Juli 2019.

Starr stehen

Nutzen Sie den zusätzlichen Bewegungsfreiraum. Verlagern Sie das Gewicht, verändern Sie den Stand und gehen Sie zwischendurch einige Schritte. Die BAuA empfiehlt, statisches Stehen zu vermeiden. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Wie hoch sollte der Schreibtisch beim Stehen sein?

Die passende Tischhöhe hängt von der individuellen Körpergröße und den Körperproportionen ab. Arbeitsplatz und Arbeitsmittel sollten so eingerichtet sein, dass eine möglichst neutrale Körperhaltung unterstützt wird. Quelle: BAuA, Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A6 „Bildschirmarbeit“, Ausgabe Juli 2024.

Als praktische Orientierung sollten Sie aufrecht und entspannt vor dem Tisch stehen können. Lassen Sie die Schultern locker und positionieren Sie die Arbeitsfläche so, dass Tastatur und Maus ohne dauerhaft ungünstige Haltung bedient werden können.

Entscheidend ist deshalb weniger ein pauschaler Zentimeterwert als eine individuell passende ergonomische Einstellung . Quelle: DGUV Information 215-410 „Bildschirm- und Büroarbeitsplätze - Leitfaden für die Gestaltung“, Ausgabe Juli 2019.

Kann Arbeiten im Stehen Motivation und Produktivität verbessern?

Eine veränderte Körperhaltung kann subjektiv als abwechslungsreich oder aktivierend empfunden werden. Daraus sollte allerdings nicht pauschal abgeleitet werden, dass Arbeiten im Stehen automatisch produktiver macht.

Aus ergonomischer Sicht steht vor allem die Unterbrechung langer statischer Arbeitsphasen im Vordergrund. Die BAuA empfiehlt hierfür eine Kombination aus Sitzen, Stehen und Bewegung. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Für konzentrierte Arbeiten kann Sitzen ebenso sinnvoll sein wie Stehen für andere Aufgaben. Die geeignete Haltung hängt von der Tätigkeit, der Dauer und den individuellen Bedürfnissen ab. Entscheidend ist, längere einseitige Arbeitshaltungen zu vermeiden. Quelle: BAuA, Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A6 „Bildschirmarbeit“, Ausgabe Juli 2024.

Welche Nachteile kann langes Stehen haben?

Auch Stehen sollte nicht über sehr lange Zeit unverändert beibehalten werden. Die BAuA empfiehlt ausdrücklich, statisches Stehen zu vermeiden und die Körperhaltung regelmäßig zu wechseln. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Deshalb ist ein höhenverstellbarer Schreibtisch vor allem dann sinnvoll, wenn er tatsächlich für regelmäßige Positionswechsel genutzt wird. Als Orientierung nennt die BAuA zwei bis vier Haltungswechsel pro Stunde und Stehphasen von etwa 20 bis 30 Minuten . Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Merksatz: Stehen ist eine sinnvolle Möglichkeit, lange Sitzphasen zu unterbrechen - ersetzt körperliche Aktivität aber nicht. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit; World Health Organization (WHO), „WHO Guidelines on Physical Activity and Sedentary Behaviour“, 2020.

Wenn eine bestimmte Arbeitshaltung Schmerzen oder andere Beschwerden verursacht, sollte die Position verändert werden. Bei anhaltenden oder ausgeprägten Beschwerden ist eine medizinische beziehungsweise arbeitsmedizinische Abklärung sinnvoll.

Die bessere Lösung: Sitzen, Stehen und Bewegen kombinieren

Für einen ergonomischen Büroalltag geht es nicht darum, Sitzen vollständig durch Stehen zu ersetzen. Die BAuA empfiehlt vielmehr einen dynamischen Wechsel verschiedener Körperhaltungen. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Dieses Konzept bezeichnet die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin als Steh-Sitzdynamik . Dabei werden sitzende Tätigkeiten durch Arbeitsabschnitte unterbrochen, die im Stehen erledigt werden. Ergänzend empfiehlt die BAuA eine sinnvolle Arbeitsorganisation, die sitzende, stehende und bewegte Tätigkeiten miteinander kombiniert. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Sitzen

Für viele konzentrierte Bildschirmaufgaben ist Sitzen eine normale Arbeitsposition. Wichtig sind eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung und Möglichkeiten zum regelmäßigen Wechsel der Körperhaltung. Quelle: BAuA, Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A6 „Bildschirmarbeit“, Ausgabe Juli 2024.

Stehen

Stehphasen können längere Sitzphasen unterbrechen und sind Bestandteil der von der BAuA beschriebenen Steh-Sitzdynamik. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Bewegen

Körperliche Aktivität ergänzt den Haltungswechsel. Die WHO empfiehlt Erwachsenen, sedentäre Zeiten zu begrenzen und regelmäßig körperlich aktiv zu sein. Quelle: World Health Organization (WHO), „WHO Guidelines on Physical Activity and Sedentary Behaviour“, 2020.

So bringen Sie mehr Bewegung in Ihren Arbeitstag

Die BAuA beschreibt eine Arbeitsorganisation als sinnvoll, bei der sitzende, stehende und bewegte Tätigkeiten miteinander kombiniert werden. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

  • Telefonieren Sie regelmäßig im Stehen oder Gehen.
  • Wechseln Sie während des Tages mehrfach zwischen Sitz- und Stehhöhe.
  • Gehen Sie persönlich zu Kollegen, wenn sich dadurch zusätzliche Bewegung sinnvoll integrieren lässt.
  • Nutzen Sie Treppen, wenn es für Sie möglich und passend ist.
  • Nutzen Sie kurze Pausen für einige Schritte.
  • Führen Sie geeignete kurze Besprechungen im Stehen oder Gehen durch.
  • Vermeiden Sie auch während der Stehphasen eine dauerhaft starre Körperhaltung.

Die genannten Maßnahmen orientieren sich am Prinzip, längere sitzende und statische Arbeitsphasen regelmäßig durch Haltungswechsel und Bewegung zu unterbrechen. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit; World Health Organization (WHO), „WHO Guidelines on Physical Activity and Sedentary Behaviour“, 2020.

Fazit: Ist Arbeiten im Stehen sinnvoll?

Ja - wenn Stehen als Bestandteil eines abwechslungsreichen Arbeitsalltags genutzt wird. Ein höhenverstellbarer Schreibtisch ermöglicht es, längere Sitzphasen unkompliziert zu unterbrechen und die Körperhaltung regelmäßig zu verändern. Dieses Prinzip entspricht der von der BAuA beschriebenen Steh-Sitzdynamik. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Dauerhaftes Stehen ist dagegen nicht das Ziel. Ergonomisch sinnvoll ist vor allem der regelmäßige Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Bewegung . Die BAuA nennt als Orientierung zwei bis vier Haltungswechsel pro Stunde und empfiehlt, einzelne Stehphasen auf ungefähr 20 bis 30 Minuten zu begrenzen. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Eine ergonomische Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen umfasst darüber hinaus unter anderem Anforderungen an Arbeitstisch, Arbeitsstuhl, Bildschirm, Eingabemittel und Arbeitsorganisation. Quelle: BAuA, Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A6 „Bildschirmarbeit“, Ausgabe Juli 2024; DGUV Information 215-410 „Bildschirm- und Büroarbeitsplätze - Leitfaden für die Gestaltung“, Ausgabe Juli 2019.

Zusätzlich empfiehlt die WHO Erwachsenen, sedentäre Zeiten zu begrenzen und körperliche Aktivität regelmäßig in den Alltag zu integrieren. Quelle: World Health Organization (WHO), „WHO Guidelines on Physical Activity and Sedentary Behaviour“, 2020.

Häufige Fragen zum Arbeiten im Stehen

Ist Stehen am Schreibtisch gesünder als Sitzen?

Eine solche pauschale Aussage lässt sich nicht treffen. Aus ergonomischer Sicht ist vor allem wichtig, lange statische Körperhaltungen zu vermeiden. Die BAuA empfiehlt deshalb einen regelmäßigen Wechsel zwischen Sitzen und Stehen und eine Arbeitsorganisation, die zusätzlich Bewegung ermöglicht. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Wie lange sollte man am Stück im Stehen arbeiten?

Die BAuA empfiehlt, einzelne Stehphasen nicht länger als etwa 20 bis 30 Minuten auszudehnen. Als positiv werden zwei bis vier Haltungswechsel pro Stunde beschrieben. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Brauche ich einen höhenverstellbaren Schreibtisch?

Ein höhenverstellbarer Schreibtisch ist eine besonders komfortable Lösung, weil dieselbe Arbeitsfläche sowohl im Sitzen als auch im Stehen genutzt werden kann. Die BAuA bezeichnet einen leicht elektromotorisch höhenverstellbaren Arbeitstisch als besonders geeignete Möglichkeit zur Umsetzung einer Steh-Sitzdynamik. Quelle: BAuA, „Steh-Sitzdynamik“, Themenbereich Moderne Bildschirmarbeit.

Was ist beim Arbeiten im Stehen besonders wichtig?

Wichtig sind eine individuell passende Arbeitsplatzhöhe, regelmäßige Positionswechsel und ausreichende Bewegung. Bildschirmarbeitsplätze und Arbeitsmittel sollen so gestaltet und angeordnet werden, dass möglichst neutrale Körperhaltungen unterstützt werden. Quelle: BAuA, Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A6 „Bildschirmarbeit“, Ausgabe Juli 2024; DGUV Information 215-410 „Bildschirm- und Büroarbeitsplätze - Leitfaden für die Gestaltung“, Ausgabe Juli 2019.

Ersetzt ein Stehschreibtisch Bewegung?

Nein. Das Arbeiten im Stehen kann längere Sitzphasen unterbrechen, ersetzt aber keine körperliche Aktivität. Die WHO empfiehlt Erwachsenen, sedentäre Zeiten zu begrenzen und regelmäßig körperlich aktiv zu sein. Quelle: World Health Organization (WHO), „WHO Guidelines on Physical Activity and Sedentary Behaviour“, 2020.